Mut zur Wut 2015

Von Gast 30. Juli 2015 Kommentare 0

Internationaler Plakatwettbewerb: MUT ZUR WUT 2015
Internationale Jury hat aus über 2.600 Einreichungen 100 Finalisten – darunter 30 Gewinnerplakate – ermittelt.

Der Plakatwettbewerb MUT ZUR WUT lädt einmal im Jahr Kreative aus aller Welt dazu ein, Wut über Missstände mit plakativen Botschaften zu formulieren. Trotz Zensur in ihren Heimatländern haben diesmal auch wieder Gestalter aus China oder dem Iran Arbeiten eingereicht – insgesamt lagen der internationalen Jury über 2.600 Plakate von 1312 Gestaltern aus 50 Ländern zur Beurteilung vor.

Während eines dreitägigen Meetings Ende Mai in Heidelberg hat eine hochkarätig besetzte Jury von Grafikdesignern und Plakatkünstlern 100 Finalisten – darunter 30 Gewinnerplakate ermittelt.
Jury-Mitglieder wie Grafikdesign-Legende Alex Jordan (Frankreich), der schweizerische Plakatkenner Rene Wanner oder die italienische Grafikdesignerin Teresa Sdralevich waren von der Qualität der Arbeiten ebenso beeindruckt wie der russische Grafiker Peter Bankov oder der deutsche Plakatkünstler Sascha Lobe.

Die 30 Gewinner-Plakate werden ab Mitte Juli im öffentlichen Raum plakatiert. Die Plakatierung beginnt in Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen, parallel dazu startet am 29. Juli die Ausstellung der 100 Finalisten im Heidelberger Landgericht.
Der Plakatwettbewerb MUT ZUR WUT
Der Wettbewerb unter der Schirmherrschaft des renommierten Plakatkünstlers Klaus Staeck hat sich in nur wenigen Jahren internationale Bekanntheit erarbeitet. Der Aufruf zu kreativer Kritik an aktuellen Missständen bietet Plakatkünstlern ein Forum, um öffentliches Bewusstsein für globale und gesellschaftliche Probleme zu schaffen.

Mit der Plakatierung der 30 Gewinnermotive macht MUT ZUR WUT den öffentlichen Raum zum Schauplatz des visuellen Widerstandes – eine Nische der Freiheit im urbanen Areal. Wo normalerweise Werbeplakate banale Signale senden, kommunizieren die Arbeiten der teilnehmenden Plakatkünstler Botschaften der Skepsis und des Protests in die öffentliche Wahrnehmung.

"Mut zur Wut" ist ein intensiver und moderner Weg des visuellen Widerstands. Die Reaktionen der Betrachter schaffen dabei eine unberechenbare Dynamik. Nicht selten werden die hochkarätigen Arbeiten von Sammlern entwendet, manchmal werden Plakate mit kontroversen Inhalten aber auch übermalt oder gar zerstört.

"Dass die Betrachter so impulsiv und emotional auf die Plakate reagieren, ist für uns eine Bestätigung, dass die Jury die richtigen Arbeiten ausgesucht hat", sagt Götz Gramlich, der zusammen mit Plakatierer Marcello Lukas den Wettbewerb 2010 initiierte.

Heute arbeitet mit der Projektmanagerin Magnelia Necoy, dem Kulturmanager Alex Henninger, Uta Prehn, die das Finanzmanagement betreut, sowie mehreren Webdesignern und IT-Spezialisten, ein mehrköpfiges Team an der Weiterentwicklung des Wettbewerbs. Das Team realisiert das Projekt ehrenamtlich.

www.mutzurwut.com