Spätestens seit der verstörenden Debatte um Günter Grass' Gedicht ahnt man, dass die Diskussion um Geschichte, Gegenwart und Zukunft der deutsch-israelischen Beziehungen noch immer weit davon entfernt ist, vernünftig geführt zu werden.
Die drei Autoren Johannes CS Frank, Max Czollek und Asmus Trautsch wagen den Versuch, begleitet von den Zeichnungen Felix Scheinbergers, dieses Gespräch weiterzuführen. Sie stellen ihre Lyrik als differenzierende Momente gegen die teilweise zynischen Platitüden, die man eigentlich längst überwunden glaubte.
Und Scheinbergers Zeichnungen eröffnen uns einen individuellen, privaten und gerade deshalb unversperrten Blick auf ein Land und seine Menschen, mit denen ganz Europa deutlich tiefer verbunden ist, als es selbst unsere Lehrbücher gern behaupten.
So 3. Juni, 20 Uhr, Jüdische Gemeinde zu Berlin, Oranienburger Straße 29, Großer Saal, Eintritt: 8,–/erm. 5,– Euro
Die Zeichnungen stammen aus dem soeben erschienenen Buch »Erinnerungen an Kupfercreme«, das im Verlaghaus J. Frank Berlin erschienen ist. Vom 10. bis 17 Juni zeigt die Ausstellung »Gezeichnete Welten« in der Serendipity Gallery im Künstlerhaus Acud, Veteranenstraße 21, Berlin, ebenfalls diese und weitere Arbeiten von Felix Scheinberger.

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