Illustrierte Auseinandersetzung mit Demenz: »Das fremde Zimmer« von Anna Gemmeke

Von Gast 26. März 2015 Kommentare 0

Wie fühlt es sich an, wenn vertraute Menschen zu Fremden werden? Wenn sich hinter den Türen der eigenen Wohnung unbekannte Räume verbergen? Wenn sich die Straßen der einst bekannten Stadt in einen Irrgarten verwandeln?

In ihrem soeben im kunstanst!ifter verlag erschienenen Buch »Das fremde Zimmer« nähert sich Anna Gemmeke dem Phänomen Demenz abseits wissenschaftlicher Fakten – sie wirft einen künstlerischen und poetischen Blick auf die Krankheit und ihre Folgen. Ihren ausdrucksstarken Bleistift-Zeichnungen hat sie schriftliche Aufzeichnungen an die Seite gestellt, die sie während der Demenzerkrankung ihrer Großmutter angefertigt hat. Sowohl sprachlich als auch zeichnerisch bildet die Künstlerin die Gedankenwelt einer Demenzerkrankten einfühlsam ab – ihre Sorgen, ihre Rastlosigkeit und Verlorenheit, aber auch ihre Hoffnungen.

Anna Gemmeke, geb. 1983, lebt als Illustratorin, Zeichnerin, Grafik-Designerin in Köln. Sie studierte Kommunikationsdesign an der Folkwang Universität der Künste in Essen und Grafik/Druckgrafik an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Sie fasziniert das Spiel mit der Zeichnung – das stete Suchen und Finden neuer Bildideen und Sinnzusammenhänge, genauso wie die Leichtigkeit und Sensibilität der Bleistiftlinie. »Das fremde Zimmer« ist ihr Debüt im Bereich der Buchillustration und wurde mit dem Hans-Meid-Stipendium für Buchgrafik und Buchillustration ausgezeichnet.

http://kunstanstifter.de/buecher/das-fremde-zimmer/

Copyright: Anna Gemmeke / kunstanst!fter verlag