Illustrations-Workshop für Studenten aus Halle und Berlin

Von Gast 17. Mai 2010 Kommentare 0

Die Tage vom 3. bis 7. Mai standen für interessierte Studierende der UdK Berlin und der Hochschule für Kunst und Design Halle/Saale ganz im Zeichen der Illustration. Teilnehmer Marc Damm berichtet in Wort und Bild vom Workshop in Sauen.

Anlass dieses Berichtes ist ein 5-tägiger Intensiv-Workshop, den 3 Klassen unter der Leitung ihrer Professoren Fons M. Hickmann (Grafik Design mit allen Medien, UdK), Henning Wagenbreth (Illustration, UdK) und Georg Barber (Kommunikationsdesign/Illustration, Halle) unternommen haben.

Schauplatz war das ländlich-abgelegen Sauen, ein 100-Seelen Ort etwa 80 km süd-östlich der Hauptstadt, wo die Universität der Künste Berlin bereits seit mehreren Jahren einen ehemaligen Gutshof als Arbeits- und Begegnungsstätte für Studierende eingerichtet hat. Hier, verschanzt hinter dunklen Wäldern und weit entfernt von Zivilisation und Großstadtgetöse begann die Arbeit an einem außergewöhnlichen Buchprojekt - dem »Illustrierten Lexikon der Angst«.

Zu dieser Thematik waren die Studierenden aufgefordert, sich reale oder fiktive Begrifflichkeiten zu Ängsten und Phobien zu überlegen und in kurzen lexikalischen Textpassagen und Illustrationen – welche den behandelten Terminus entweder ironisch unterwandern oder sachlich weiterführen – zu veranschaulichen.

Von vornherein stand fest, dass diese Sammlung im Gegensatz zu anderen Lexikas im Endeffekt darauf abzielen sollte, zu unterhalten und weniger zu versachlichen, was den Studierenden auch einen größeren kreativen Freiraum in ihrer Ideenfindung und -formulierung ermöglichen sollte.

Auf Basis dessen haben die Studierenden dann zu verschiedenen Überbegriffen wie »Tiere und Pflanzen«, »immaterielle Ängste«, »Ereignisse« und »Persönlichkeiten« die abstrusesten Ideen mit oder ohne (pseudo)wissenschaftlichen Überbau konstruiert und dabei neben bekannten Phobien auch endlich tief schlummernden Ängst u.a. vor Rosenkriegen, Pollenflug, Waschbären und nicht zuletzt den BeeGees beim Namen genannt.

Gezeichnet, gemalt, collagiert, mit Feder, Pinsel, Graphit, Papier und sonstigen Materialen, kurzum: gestaltet wurde in Schwarz, Weiß und Graustufen, um die spätere Reproduktion im Layout und Druck zu vereinheitlichen. Dies war aber auch schon die einzige Einschränkung, welche den ein oder anderen durchaus zum Experimentieren angeregt hat.

(Text und Abbildungen: Marc Damm)

»Das illustrierte Lexikon der Angst« erscheint in einer auf 1.000 Stück limitierten Edition voraussichtlich Ende des Jahres. Und Freistil-online wird berichten.