Illustration im Raum. Die legendären Zierfische kehren zurück

Von Raban Ruddigkeit 10. Februar 2011 Kommentare 0

Noch bis zum 26. März zeigt das Buchstabenmuseum den für Berlin stadtbildprägenden Schriftzug »Zierfische« und die dazugehörigen Neon-Illustrationen in einer eigenen Ausstellung erstmals wieder der Öffentlichkeit.

Der traditionsreiche Zoofachhandel der Fa. Bartelt in Berlin-Friedrichshain wurde im Jahr 2009 geschlossen. Aquarianer haben das Geschäft am Frankfurter Tor seit Generationen schätzen gelernt. Auch Alt- und Neuberliner verliebten sich schnell in den Schriftzug und die charmanten Leuchtfische.

Mit einem groß angelegten Spendenaufruf und Dank der überwältigenden Beteiligung konnte das Buchstabenmuseum diese legendäre Typo retten und dauerhaft für die Sammlung sichern. Nun strahlt die Leuchtreklame für zwei Monate aus einem
Schaufenster auf die Karl-Marx-Allee und kann aus nächster Nähe betrachtet werden. Abgerundet wird die Präsentation durch Hintergrundinformationen, Bild- und Filmmaterial.

Entworfen und gezeichnet wurde der Schriftzug »Zierfische« von Manfred Gensicke. Der Schriftzug beruht auf seiner persönlichen Handschrift. Im Dezember 2010 schrieb Manfred Gensicke noch einmal das Wort »Zierfische« aus dem Stegreif.

Das Buchstabenmuseum präsentiert die legendäre Leuchtreklame in der Karl-Marx-Allee 85, 10243 Berlin. Bis zum 26.03.2011. Immer samstags 16–20 Uhr. Eintirtt frei (um Spenden wird gebeten).

www.buchstabenmuseum.de

Abbildungen: Der Grafiker Manfred Manfred Gensicke wurde auf seiner Taxifahrt zur Eröffnung mit einem Radio-Interview überrascht, in dem sein Name auftauchte. Spätestens als ihn die Eröffnungsgäste um Autogramme baten wurde ihm klar, was sein Schriftzug den Berlinern bedeutet. Die Initiatoren der Aktion sind die Direktorinnen des Buchstabenmuseums Anja Schulze und Barbara Dechant.