Husmann/Tschaeni Performance (3/3)

Von Pascal Staub 04. Mai 2010 Kommentare 0

In der dritten und letzen Folge um das Künstlerpaar Husmann/Tschaeni erzählen Pascale Mira Tschäni und Michael Husmann Tschäni über ihre Performance-Kunst und wie diese im Verhältnis zu ihrer Malerei und ihrem privaten Leben steht.

Wie entsteht eine Performance?

Michael: Die Performance ist bei uns etwas Neues. Bis jetzt standen unsere Bilder und Installationen im Vordergrund. Die Performance entstand aus den Installationen. Beim Betrachten der Installationen verspürten wir den Drang sie auch als Bühnen zu verwenden. Mit der Performance erzählen wir als ganze Familie live die Bilder. Die Performance ist eine schöne Form den BesucherInnen der Ausstellung ein zusätzliches „unverkäufliches“ Erlebnis zu bieten.

Mira: Bis jetzt haben wir erst zwei Performances gemacht, beide beinhalteten einen Song. Am Anfang steht eine Idee und während dem Arbeiten entwickelt sich die Idee weiter. Der Songtext spielt eine wichtige Rolle. Bis jetzt hat Michael zuerst einige Sätze geschrieben und ich habe dann ein paar davon ausgewählt und so verändert, dass daraus ein Songtext wurde. Stoffobjekte, Kostüme, Gegenstände, Instrumente oder in Instrumente umgewandelte Objekte kommen dazu und eine Melodie entsteht. Unsere Kinder stehen im Vordergrund der Performance und wir spielen sozusagen versteckt mit.

Wie unterscheidet sie sich zu Eurer Malerei?

Michael: Die Malerei lebt länger, die Performance ist vergänglich, aber sonst sind sie sich inhaltlich sehr ähnlich.

Wie stark darf Eure Kunst in Euren Familienalltag greifen?

Michael: Die Kunst ist komplett in unserem Familienalltag. Alles ist Inspiration, alles gehört zusammen.

Wie reagieren eure Kinder auf ihre Rollen in eurer Kunst?
Sind sie Protagonisten oder bestimmen sie auch mit?

Michael: Für Zama und Nalo ist das pure Normalität. Es ist fast eine Selbstverständlichkeit, dass es so viele Bilder von Ihnen gibt. Sie posieren schon wie richtige Fotomodels. Sie wissen was ich von Ihnen möchte. Gleichzeitig lasse ich Ihnen jeden Freiraum damit das ganze für sie spielerisch bleibt. Ihre Ideen sind immer willkommen. Manchmal zeichnen sie sogar auch etwas auf die Bilder.

Mira: Wir haben grundsätzlich eine Vorstellung was die Kinder bei der Performance tun sollen, aber ihre individuelle Interpretation oder Weiterentwicklung finden wir spannend.

Was wünscht ihr euch für die Zukunft?

Mira & Michael: Viele flatternde Elefanten und pelzige Tauben in Los Angeles und Helsinki und natürlich auch alle Parasiten der grauen Tiere, schwebend und glitzernd zwischen den abendroten Wolkenfeldern. Und weiter an andere Orte und andere Dinge, wir sind jetzt schon gespannt!

Freistil-Online bedankt sich herzlich bei husmann/tschaeni für die drei Interviews.

www.husmanntschaeni.com