Gosia Machon stellt in Hamburg aus

Freitag, 5. Oktober 2012
Von Raban Ruddigkeit 01. Oktober 2012 Kommentare 0

»In einer umfassenden Serie zeigt Gosia Machon neue Malereien auf Papier, die wie Fragmente und Einzelstücke eines Museums anmuten. Die Grenze zwischen wissenschaftlichem Archiv, musealen Kunstobjekten und einer privaten Sammlung wird hier bewusst verwischt, ähnlich wie in einer Kollektion ethnologischer Objekte.

Die teils detailreichen Bilder stehen im Kontrast zu der einfachen Darstellung von Gegenständen, die einem selbst in der Nah-Aufnahme in ihrem Zweck fraglich erscheinen. Sie entlarven sich selbst als pseudo-museal, und werfen zugleich die Ernsthaftigkeit, die musealen Exponaten teilweise zugesprochen wird, in Frage.
Sie sollen nicht entschlüsselt werden, sie möchten dastehen als das was sie sind: zweckentfremdete Objekte, die einzig durch ihre Schönheit, ihre Absurdität und ihre Hässlichkeit anmuten.

In einer horizontalen Installation werden die Arbeiten statt an den Wänden auf Tischen und Platten gezeigt. Auf jedem Tisch befindet sich eine Zusammenstellung aus Bildern und Büchern, die zueinander in Bezug stehen und sich gegenseitig ergänzen.

Zur Ausstellung erscheint das Buch "Hotel", (publiziert von Re:Surgo Berlin) das die Bilder beinhaltet, an denen G. Machon während ihres Stipendiums im Künstlerhaus Sootbörn gearbeitet hat. Zusätzlich erscheint das Begleitheft "Hotel Unger" mit Fotografien ihres Großvaters, die er zwischen den 30er bis 60er Jahren auf Reisen in China, Ägypten und Indien schoss und die Bezug zu Gosia Machons Arbeiten aufnehmen.«

Außerdem gibt es Einblicke in bisher in Deutschland unveröffentlichte Hefte wie "Habitat" (publiziert von Bookieman, Jerusalem) und "Blume 2010" (publiziert von Bakkal-Press, Istanbul) und den Animationsfilm "Dumping Room" (2011).

HANNAH RATH, GOSIA MACHON, STIPENDIATEN 2011, KÜNSTLERHAUS SOOTBÖRN

ERÖFFNUNG: FREITAG 05.10.2012 19 UHR, AUSSTELLUNG: 6-14.10.12 SA+SO 12-18 UHR und gerne nach Absprache. SOOTBÖRN 22, 22453 HAMBURG, U Niendorf Markt, Metrobus 5 bis Vogt-Cordes-Damm

www.kuenstlerhaus-sootboern.de