»Gold« Jessica Romberg in Vancouver

Von Raban Ruddigkeit 20. Januar 2010 Kommentare 5

Und nun zum Sport; die schwedische Illustratorin Jessica Romberg, die seit 3 Jahren in Vancouver lebt, eröffnet am 4. Februar eine Ausstellung mit 60 Portraits von Olympischen Goldmedaillen-Trägern. Anlass sind die Winterspiele im Land.

Jessica arbeitet u.a. für die New York Times, das Wall Street Journal und die Business Week. 2008 hat sie das »Konstnärsnämnden-Stipendium gewonnen und bereits Ausstellungen in Tokio und Stockholm ausgerichtet. »Gold« wird gezeigt bis zum 29. Februar in der Galerie Gravitypope, 2205 West 4th Ave, Vancouver, Kanada.

www.ritbord.com

Gähn! So langsam kann ich

Gähn! So langsam kann ich diesen "Ich-kann-eigentlich-gar-nicht-zeichnen-Quatsch"
echt nicht mehr sehen!

was meinst du denn damit?

was meinst du denn damit?

@apus: Ich meine damit, dass

@apus:
Ich meine damit, dass ich diese Art Illustrationen im wanna-be-infantil
nicht mehr sehen mag. Noch dazu, wie oben zu entnehmen, ohne wirkliche Bildideen.
60 bunte Portraits immergleich frontal dargestellt, mehr oder minder gelungen, ist mir
einfach zu wenig. Und, was bitte, haben den die Disziplinen Schwimmen und Taekwondo mit den Winterspielen zutun? Aber: es ist nur meine Sichtweise und Wertung; Es kann hierbei sicher kein falsch oder richtig geben.

Nur, so frage ich mich, was will denn die Zeichnerin ausdrücken?
Realistisch wollen diese Portraits nicht sein. Witzige Karikaturen sind es
aber auch nicht. Ist das Kunst auf einer geistig höhreren Ebene, welche ich als einziger vielleicht nicht verstehe? Bitte sag Du es mir.

die porträts finde ich auch

die porträts finde ich auch nicht alle gelungen, finde sie aber nicht infantil. wären sie naiver würden sie mir besser gefallen. die farbkombinationen finde ich hübsch.
es ist ein sammelalbum, hat für mich ästhetischen und archivarischen reiz.
Ob man einen naiveren Stil mag oder nicht, ist ja Geschmackssache. Ich finde realistsisch ausgeführte Porträts oft steif und langweilig. Meist interessieren mich realistische Porträts nicht. Da kann ich ja gleich ein Foto machen. Eine Zeichnung kann Dinge übertreiben, akzentuieren.
Ein Illustrator muß nicht in jedem Bild beweisen, dass er auch realistisch zeichnen kann. Es reicht meiner Meinung nach aus, dass er Fantasie hat, Stift, Farbe und Format beherrscht. Wenn dann ein spannendes Bild entsteht, super.

"Wenn dann ein spannendes

"Wenn dann ein spannendes Bild entsteht, super."

Leider kann ich genau das bei diesen Arbeiten nicht erkennen.
Ich schaue hin und werde bestenfalls durch das "handgemachte" berührt.
Mehr ist es nicht. Und bei diesen – nenne ichs mal so – "Krikelkrakel-Stil"
gehts mir dann wie vor ein paar Jahre bei der Flut von oft ideenlosen Vektorenportraits, welche nach Fotovorlagen entstanden sind.

"Eine Zeichnung kann Dinge übertreiben, akzentuieren."

Da bin ich ganz bei Dir! Kann es aber hier nicht sehen, wie auch öfters bei anderen Illustratoren. Schade eigentlich, wenn man überlegt wieviel Potential Illustration hat etwas zu bewegen.

Und Du hast sicher recht, man muß nicht ständig beweisen "richtig" zeichnen zu können. Aber – nach meiner Auffassung – eine gute Idee oder eine eindeutige Absicht sollte einer guten Illustration zugrunde liegen. Na, zum Glück gibts auch viele hervorragende Zeichner die dieses immer wieder aufs Neue beweisen.