Birte Müllers Buch über ihren Sohn, der unter dem Down-Syndrom leidet, wird in Dresden gezeigt.

Sonntag, 9. Juni 2013
Von Raban Ruddigkeit 29. April 2013 Kommentare 1

In der Ausstellungsreihe »strichstärke – Bilder für Bücher« stellt das Dresdner KulturHaus Loschwitz zeitgenössische Illustratoren vor, die mit eigenem Strich Texte gestalten. Bis zum 9. Juni kann man Birte Müllers Arbeiten im Original erleben.

»Birte Müllers toller Sohn Willi kam 2007 mit dem Down-Syndrom zur Welt und ihre süße Tochter Olivia nur kurze Zeit später mit dem Normal-Syndrom. Seitdem erscheinen nicht mehr so viele Bücher von ihr. Zusätzlich hat Birte Müller zum Glück auch noch einen VW-Bus fanatischen Ehemann, Eltern die ihr notfalls die Wäsche waschen, ein spießiges Reihenhäuschen, eine Vorliebe für Erdbeeren und zweitklassigen Fußball (sie ist St. Pauli Fan) und leider keine Zeit mehr zum Marathon laufen.«

www.kulturhaus-loschwitz.de

Schöner Hinweis aber überflüssiges Klischee - bitte abändern! :)

Ich zitiere Birte Müller:

Was mich allerdings stört, ist die Formulierung «Willi leidet am Down-Syndrom». Denn Fakt ist: Willi hat das Down-Syndrom, aber er leidet nicht daran! Ganz im Gegenteil, er ist besser drauf als die meisten anderen Menschen, die ich kenne. Ich leide vielleicht unter Willis Down-Syndrom, weil er mit seinen fast fünf Jahren keine Anstalten macht, selbst zur Toilette zu gehen, oder seine Schwester leidet, weil er kein Verständnis hat für «mein» und «dein» und dementsprechend jeder Keks Willis Keks ist. Mein Mann leidet, weil er auf der Gitarre 100.000-mal dasselbe Kinderlied für Willi spielen muss. Aber nicht der Willi, der leidet nicht.

Nachzulesen hier: http://www.a-tempo.de/article.php?i=201203&c=4