»Arabische Nächte. Das Märchen vom Orient« Die Bachelorarbeit von Kerstin Wichmann

Von Raban Ruddigkeit 21. Oktober 2013 Kommentare 0

»In meinem Projekt geht es um die gegensätzlichen Orientbilder, die wir im Westen haben. Zum einen verfolgen wir die politische Situation der arabischen Welt in den Medien, gleichzeitig begegnen uns die Klischees aus Tausendundeiner Nacht.

In einem illustrierten Buch werden die Erzählungen von Aladdin, Ali Baba und Sindbad mit den Bildern der Proteste und Revolutionen im Nahen Osten, einschließlich der neusten Demonstrationen in der Türkei, verknüpft. Es wird einerseits die imaginäre, märchenhafte Exotik dargestellt (Orientalismus) und zum anderen die radikale und vorrangig durch die Nachrichten beeinflusste Vorstellung vom arabischen Raum als Schauplatz blutiger Konflikte.

Die aktuellen Ereignisse des »Arabischen Frühlings«, die anfangs besonders in Ägypten als Protest des oft relativ jungen Volkes der Bildungsschicht wahrgenommen wurden, sind Hintergrund der Arbeit und stellen eine Verbindung zu Schehersad her, die sich als Erzählerin von Tausendundeiner Geschichte ihrer eigenen literarischen Bildung
entsprechend, strategisch gegen das im Märchen autoritär herrschende Regime auflehnt.

Auf 120 Seiten trifft man auf das Zusammenspiel der Übersetzung von Gustav Weil mit Illustrationen von 40 Räubern in Polizeiuniform, patriarchalischen Sultanen in exotischer Kleidung, oder fliegenden Teppichen über dem Tahrir-Platz in Kairo …«

www.kerstinwichmann.de