3 Fragen an: Olaf Hajek

Von Raban Ruddigkeit 12. Januar 2010 Kommentare 0

Olaf Hajek gehört zu den international erfolgreichsten Illustratoren Deutschlands. Er arbeitet in den Bereichen Editorial, Werbung und Kunst nahezu mühelos auf gleichbleibend hohem Niveau. Soeben ist seine erste erste Monografie bei DGV erschienen. Und uns verrät er heute und hier seine Geheimnisse.

Zuerst eine Frage, die man irgendwie immer stellt, die mich aber bei dir besonders interessiert – weil du alles andere als ein typischer Vertreter deiner Zunft bist. Ab dafür; wie bist du zur Illustration gekommen.

Ich habe Visuelle Kommunikation an der FH Düsseldorf studiert, ein Studium das sehr auf Werbung und Typografie konzentriert war. Illustration spielte dort leider nur eine Nebenrolle. Nach dem Diplom bin ich nach Amsterdam gezogen und habe dann vor allem gezeichnet und gemalt. Die Sachen habe ich dann gleich an die besten Zeitschriften und Verlage geschickt und tatsächlich wurde ich relativ schnell vom holländischen Playboy und vom SZ-Magazin gebucht – der glorreiche Anfang. Relativ schnell konnte ich mir so einen illustren Kundenstamm aufbauen ...

Zwischen Werbung und Kunst, Teppichdesign und Geschäftsberichten findest du zu jedem Medium den richtigen Zugang. Wie schaffst du es, so wandlungsfähig und dennoch so typisch zu sein?

Ich habe keine Angst vor den verschiedenen Medien und versuche zuerst einmal, immer ganz offen, vor allem den Auftrag zu betrachten. Natürlich ist das dann auch immer davon abhängig, wie frei ein Kunde mich arbeiten lässt. Ich habe meine eigene Ästhetik und versuche immer verschiedenste Ebenen miteinander zu verknüpfen ... mal mehr, mal weniger frei und natürlich vom Auftrag abhängig. Aber das Interessante an der Illustration sind ja gerade die total unterschiedlichen Aufgabenbereiche.

Ich liebe es einfach, eine Fashionillustration zu machen und im nächsten Moment für ein Wirtschaftsmagazin zu arbeiten.

Wichtig für mich ist es aber auch, freie Arbeiten zu schaffen und an Ausstellungen teilzunehmen, die beeinflussen wiederum auch wieder meine kommerziellen Arbeiten.

Du hast es als einer der Wenigen aus dem Bereich der Illustration bis in die Gala geschafft. Ganz ehrlich, verrat uns dein Geheimnis.

Haha ... Na auf dem Titelblatt war ich ja nicht, aber dennoch auch freudig überrascht, daß die Gala eine Illustrationstrecke mit mir machen wollte und sogar noch ein kleines Portrait dazu stellte.

Eigentlich ist das einzige Geheimnis, sich treu zu bleiben und seiner Vision zu folgen.
Ich verfolge keine bestimmten Trends mit meinen illustration, bin mir aber aller Trends immer bewußt.

Mein Stil ist eine Mischung aus Realismus und intellektueller Naivität. Ich liebe es, mich aus verschiedensten Bereichen inspirieren zu lassen und daraus meine eigene Welt zu schaffen.

www.olafhajek.com

www.gestalten.com